Boden in wohnung kaputt wer zahlt

Wenn Mieter aus ihrer Mietwohnung ausziehen, bleibt oft die Frage, wer für Schäden und notwendige Reparaturen am Boden aufkommt. Laut einem Urteil des Landgerichts gilt: Schönheitsreparaturen am Boden müssen Mieter selbst zahlen. Darunter fallen Kratzer, Dellen, und stumpfe Stellen, die durch normalen Verschleiß und unvermeidliche Nutzung entstehen. Anders verhält es sich bei Wasserschäden oder schweren Verunreinigungen, die durch Katzen verursacht werden. In diesem Fall muss der Vermieter die Kosten tragen. Ein neuer Parkettboden hat eine Lebensdauer von etwa 15 Jahren, ein Teppich ca. 7 Jahre. Das Oberlandesgericht hat entschieden, dass der Mieter nur einen entsprechenden Prozentsatz der Kosten für eine Erneuerung tragen muss, wenn der Boden vor Ablauf seiner normalen Lebensdauer erneuert werden muss.
Die Verantwortlichkeiten bei Schäden am Boden einer Mietwohnung können bei einem Mieterwechsel oft zu Verwirrung führen. Ein kürzlich beschriebener Fall in Finanztest zeigt einen Vermieter, der einem Mieter eine Rechnung von 3600 Euro nach dem Auszug ausstellte, um den Parkettboden zu erneuern. Das Landgericht Osnabrück entschied jedoch, dass der Vermieter die Kosten selbst tragen müsse, da es sich um normale Gebrauchsspuren handle, die durch die übliche Nutzung verursacht wurden. In einem anderen Szenario erläutert Stiftung Warentest, dass ein Mieter nur für Schäden haftet, die über die normale Abnutzung hinausgehen und durch eigenes Verschulden verursacht wurden. Die Kosten müssen anteilig zur Lebensdauer des Belags berechnet werden, die Gerichte eine Spanne von 10 bis 20 Jahren annehmen. Normaler Verschleiß wie oberflächliche Kratzer oder kleine Dellen sollte nicht vom Mieter, sondern vom Vermieter getragen werden. Die Kosten für Schönheitsreparaturen der Mietwohnung kann im Mietvertrag geregelt werden.
Der Vermieter einer Mietwohnung ist normalerweise für den Bodenbelag verantwortlich. Dabei fallen normale Gebrauchsspuren, wie etwa stumpfe Dielen, oder oberflächliche Kratzer und Dellen, in die Verantwortlichkeit des Vermieters. Bei exzessivem Verschleiß muss der Mieter hingegen für die Reparaturkosten aufkommen. Auch beim Auszug haften Mieter nur anteilig für übermäßige Schäden, die über den normalen Verschleiß hinausgehen. Das Abschleifen und Versiegeln von Parkett durch normale Nutzung wird nicht vom Mieter verlangt. Gerichtssurteile legen außerdem fest, dass Schäden zur Lebensdauer des Bodenbelags berechnet werden müssen.

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